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Glossar

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5S

5S dient als Instrument, um Arbeitsplätze und deren Umfeld sicher, sauber und übersichtlich zu gestalten. Ordnung und Sauberkeit sind Grundvoraussetzungen zur Verbesserung der Arbeitsprozesse. 5S steht für Sortieren (seiri), Systematisieren (seiton), Sauberkeit (seiso), Standardisieren ( seiketsu), Selbstdisziplin (shitsuke).
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ABC-Analyse

Mit Hilfe der ABC-Analyse lassen sich Produkte oder Geschäftsvorfälle priorisieren, d.h. sie werden nach Umsatz und Häufigkeit bewertet. Erfahrungsgemäß bilden nur wenige Produkte den Großteil des Umsatzes bzw. der Kosten in einem Unternehmen ab. Die ABC-Analyse gibt Aufschluss über die Verteilung.

Administration

Auch in Verwaltungs- und Servicebereichen von Unternehmen und Organisationen, einschließlich Kommunen kann Lean Management wirkungsvoll eingesetzt werden. Lean Administration bietet entsprechende Vorgehensweisen und Methoden, angepasst an die Bedürfnisse dieser Bereiche.
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Audit

Als Audit werden allgemein Untersuchungsverfahren bezeichnet, die dazu dienen, Prozesse hinsichtlich der Erfüllung von Anforderungen und Richtlinien zu bewerten. Dies erfolgt häufig im Rahmen eines Qualitätsmanagements. Die Audits werden von einem speziell hierfür geschulten Auditor durchgeführt.

Auftragsstrukturanalyse

Die Auftragsstrukturanalyse verschafft einen Überblick über die Produkte des jeweiligen Bereiches und über das Mengengerüst der verschiedenen Leistungen, um später die benötigten Kapazitäten zu ermitteln und die Aufgabenverteilung vorzunehmen.

Bestand

bezeichnet vorhandene Mengen von Produkten, Teilprodukten oder auch Aufträgen für Dienstleistungen, die im Lager oder vor einzelnen Produktionsschritten (auch auf Schreibtischen oder in Eingangskörbchen) gelagert werden. Sie sind Verschwendung, weil sie den Wert nicht erhöhen, Kapital binden und die Durchlaufzeit verlängern.

Durchlaufzeit

Die Durchlaufzeit beschreibt die Zeit, die ein kompletter Vorgang in der Verwaltung oder im Vertrieb bzw. die ein Produkt im gesamten Produktionsprozess verbringt. Sie ist meistensdeutlich länger als die reine Produktions- oder Prozesszeit.

Effizienz

Im Sinne von Lean Management bedeutet Effizienz, die Bedürfnisse des Kunden mit dem geringstmöglichen Ressourcenverbrauch exakt zu erfüllen.

First In-First Out

Das FIFO-Prinzip – das Produkt das zuerst zu einem Bearbeitungsschritt kommt, wird auch zuerst bearbeitet – ist eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren des Pull-Systems.

Fluss

Die verschiedenen Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt oder zur fertigen Dienstleistung sollten nahtlos ineinander übergreifen. Das Fluss-Prinzip verkürzt die Durchlaufzeiten und senkt die Umlaufbestände. Vorhandene Kapazitäten werden optimal ausgelastet. Fluss gehört zu den fünf Grundprinzipien des Lean Management.

Funktionsanalyse

Das Prinzip einer Funktionsanalyse und des daraus resultierenden Funktionsverteilungsplans in Form einer Matrix ist die Dokumentation der Funktionen, die zur Erledigung von Aufgaben ausgeführt werden müssen.

Geschäftsprozess

Der Begriff Geschäftsprozess umfasst die theoretische Beschreibung von Aktivitäten im Bereich Verwaltung und Service, die durch bestimmte theoretische Ereignisse, wie den Eingang eines Kundenauftrages, ausgelöst werden können. Konkret ausgeführt wird ein Geschäftsprozess beim Geschäftsvorfall.

Geschäftsvorfall

Der Geschäftsvorfall ist die konkrete prozessbezogene Abwicklung eines Geschäftsprozesses. Ausgelöst wird der Geschäftsvorfall durch den Auftrag.

Grundprinzipien

Die Grundprinzipien des Lean Thinking sind: Kundenorientierung, Betrachtung des gesamten Wertstroms, Fluss der Produktion, Produktion nach dem Pull-Prinzip, Streben nach Perfektion.

Heijunka

Der japanische Begriff meint die Schaffung einer einheitlichen, nivellierten Produktionsplanung, indem die Aufträge in eine bestimmte, sich wiederholende Reihenfolge gebracht und die Tagesschwankungen bei den Gesamtaufträgen geglättet werden.

Informationsstrukturanalyse

Diese Analyse untersucht die Informationsflüsse in einer Organisation und ermittelt so Informationsbedarf und das Informationsangebot. Sowohl Informationslücken als auch die Überproduktion an Informationen z.B. durch übertriebenes Reporting kosten Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen.

Ist-Zustand

Die Darstellung des Ist-Zustandes der aktuellen Prozessabläufe ist das erste Ergebnis der Wertstromanalyse. Mit dieser Darstellung, die alle Einzelschritte umfasst, kann dann weiter gearbeitet werden.

Kaizen

Kontinuierliche Verbesserung eines kompletten Wertstroms oder eines einzelnen Prozesses, um mehr Wert mit weniger Verschwendung zu schaffen.

Kanban

Kanban ist das japanische Wort für „Karte“. Ein Signal (meistens eine Karte, es sind aber auch andere Formen möglich), die die Produktion am vorgelagerten Produktionsschritt auslöst, weil die nachgelagerten Bestände an Material oder vorproduzierten Teilen aufgebraucht sind.

Kata-Coaching

Die KATA bringt Unternehmen, die auf dem Lean Weg sind, auf die nächste Entwicklungsstufe. Mit der KATA lässt sich das Potenzial der Mitarbeiter voll entfalten und kontinuierliche Verbesserungen werden zum selbstverständlichen Bestandteil des Tagesgeschäftes.

Komplettleistung

Aus Prozess-Modulen können wie aus Lego-Bausteinen die verschiedenen Produkterstellungsprozesse zusammengesetzt werden, an deren Ende dann das komplette Produkt – die komplette Dienstleistung – steht.

Kosten

Die Kosten der Produktion von Waren bzw. der Bereitstellung von Dienstleistungen sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, ein effizienter und produktiver Umgang mit den vorhandenen Kapazitäten daher notwendig.

Kundenorientierung

Kundenorientierung ist das erste Prinzip des Lean Thinking. Im Zentrum steht der Wert, den ein Produkt oder eine Dienstleistung aus Sicht des Kunden hat: Ein Produkt oder eine Serviceleistung ist nur so wertvoll, wie zufrieden der Kunde damit ist. Nur für die Erfüllung seiner Bedürfnisse wird er einen angemessenen Preis zahlen.

Lean Management

Im deutschsprachigen Raum hat sich mehr der Begriff des Lean Management durchgesetzt, wenn es um die Anwendung der Ansätze und Methoden ging.
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Lean Thinking

Lean Thinking ist die ursprüngliche Bezeichnung für die erfolgreiche Management-Strategie, bei der es im Kern darum geht, „Werte ohne Verschwendung zu schaffen“ und ein Unternehmen aus dem Blickwinkel der Prozessebene aus zu steuern und zu optimieren. Lean Thinking wurde bei Toyota entwickelt und danach auf vielfältige Branchen und Wirtschaftsbereiche übertragen. Die fünf Prinzipen des Lean Thinking sind Kundenorientierung, Betrachtung des gesamten Wertstroms, Fluss der Produktion, Produktion nach dem Pull-Prinzip, Streben nach Perfektion.

Mitarbeiter

Sind mit ihren Fähigkeiten und ihrem Know-how ein notwendiger Faktor für alle Optimierungsprojekte. Durch die frühzeitige Einbeziehung der Mitarbeiter wird die Akzeptanz von Veränderungen und die Motivation der Beteiligten gesteigert.

Modularisierung

ist eine Methode zur effizienten Organisation von wiederkehrenden Tätigkeiten. Dazu werden die Prozesse analysiert und dann alle Teilprozesse, die unabhängig voneinander ausführbar sind, als Module definiert und genau beschrieben mit den notwendigen Mitarbeitern, Kompetenzen, Hilfsmitteln, Zeitaufwand, Vorschriften etc. Durch die Modularisierung steigen Transparenz, Plan- und Steuerbarkeit der Prozesse.

Muda

Japanischer Begriff für „Verschwendung“. „Werte ohne Verschwendung“ zu schaffen, ist das Kernziel von Lean Management.

Nebentätigkeiten

Nebentätigkeiten sind nicht wertschöpfend, aber für den Produktionsprozess notwendig. Um die Produktivität zu steigern, gilt es sie zu reduzieren.

One-Piece-Flow

Bei der Einzelstückfließfertigung durchläuft ein Teil ohne Unterbrechung die gesamte Produktion.

Overall Equipment Efficiency (OEE)

OEE ist eine Kennzahl zur Charakterisierung von Anlagen und ganzen Produktionssystemen in der prozessorientierten Betrachtungsweise. Sie berücksichtigt sämtliche Verlustquellen und liefert damit Hinweise zur Maximierung der Anlageneffizienz. Dabei setzt sich die OEE aus den drei EinzelkennzahlenNutzgrad (NG), Leistungsgrad (LG) und Qualitätsgrad (QG) zusammen und definiert sich wie folgt:
OEE = NG x LG x QG

PDCA-Zyklus

Dieser Zyklus beschreibt einen vierphasigen Problemlösungsprozess, der seine Ursprünge in der Qualitätssicherung hat. PDCA steht hierbei für das Englische Plan - Do - Check - Act, was im Deutschen auch mit - Planen - Tun - Überprüfen - Umsetzen - oder - Planen - Umsetzen - Überprüfen - Handeln - übersetzt wird. Der PDCA-Zyklus findet ebenfalls Anwendung beim kontinuierlichen Verbesserungsprozess bzw. beim officeLean Management.

Perfektion

Da sich Ansprüche der Kunden, Technologien, Know-how der Mitarbeiter etc. laufend ändern, wird ein erfolgreiches Unternehmen ständig aufs Neue hinterfragen, ob die Prozesse noch effizient sind und wie die internen Abläufe verbessert werden können, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Perfektion gehört zu den fünf Grundprinzipien des Lean Management.

Poka-Yoke

Mit Poka-Yoke sollen Fehler im Produktionsfluss ausgeschlossen werden, indem nur fehlerfrei und vollständig bearbeitete Teile zum nächsten Bearbeitungsschritt weiterfließen. Dafür gibt es verschiedene Verfahren. Zum Beispiel bleibt durch die spezielle Anordnung von Öffnungen nur eine Möglichkeit zum richtigen Einbau eines Steckteils oder es wird mit Fotozellen sichergestellt, dass der Mitarbeiter tatsächlich bei jedem Produkt einen Lichtstrahl unterbricht, um ein weiteres Teil zu greifen und einbauen zu können.

Prozess

Eine Reihe von einzelnen Aktivitäten, die in einer bestimmten Abfolge zur Entwicklung einer Konstruktion, zur Erledigung eines Auftrags oder zur Herstellung eines Produkts benötigt werden.

Pull

Das Pull-Prinzip zielt darauf ab, nur die tatsächlich geforderten Produkte zu produzieren und jede Form von Überproduktion oder Fehlproduktion zu vermeiden. Dabei werden nur die Produkte hergestellt, die die Kunden konkret nachfragen (pull), und keine Leistungen mehr in den Markt gedrückt (push), für die eventuell gar kein Bedarf besteht. Pull gehört zu den fünf Grundprinzipien des Lean Management.

Qualität

Die Qualität der Produkte und Dienstleistungen ist ein wichtiger Faktor für die Erfüllung der Kundenbedürfnisse und einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen und Organisationen.

Rüstzeitreduzierung

Die Zeit, die vor dem Produktwechsel für das Umrüsten einer Maschine benötigt wird, sollte so kurz wie möglich sein, um eine hohe Flexibilität ohne Produktivitätseinbußen zu ermöglichen. Lean Management geht die Rüstzeitreduzierung systematisch an.

Soll-Zustand

Darstellung des Wertstroms im Rahmen der Wertstromanalyse mit allen möglichen Verbesserungen, die aufgrund der Darstellung des Ist-Zustandes gefunden wurden, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Standardisierung

Mit der detaillierten Beschreibung werden die einzelnen Tätigkeits-Module, die bei der Modularisierung gebildet wurden, zum gültigen Arbeitsstandard erklärt, sodass eine klare Arbeitsanleitung mit genauen Zeitvorgaben vorliegt.

Tätigkeiten

Die Tätigkeiten im Rahmen eines Produkterstellungsprozesses lassen sich aufgrund ihres Beitrages zur Wertschöpfung kategorisieren in Kerntätigkeiten, Nebentätigkeiten, organisatorische Tätigkeiten. Kerntätigkeiten sind wertschöpfend, Nebentätigkeiten sind nicht wertschöpfend, aber notwendig, organisatorische Tätigkeiten sind nicht wertschöpfend und werden als Verschwendung eingestuft.

Tätigkeitsstrukturanalyse

Mit der Tätigkeitsstrukturanalyse wird detailliert ermittelt, wie sich die verschiedenen Aufgaben auf die Mitarbeiter innerhalb einer Funktion verteilen, welche organisatorischen Einflüsse es gibt und wie lange die einzelnen Tätigkeiten dauern.

Unternehmensstrukturanalyse

Die Unternehmensstrukturanalyse sammelt am Anfang von Lean Administration notwendige Daten über das Unternehmen als Grundlage für die weiteren Analyseschritte, zum Beispiel zu Organisation, Personal, Kunden, Wettbewerb, Stärken und Schwächen.

Verschwendung

Als Verschwendung gelten alle Aktivitäten und Materialien, die nicht für die Erstellung eines Produktes bzw. einer Dienstleistung oder für einen Vertriebsprozess notwendig sind. Die Beseitigung von Verschwendung ist das Kernziel von Lean Management, sodass vorhandene Kapazitäten besser ausgenutzt bzw. Kosten eingespart werden können.

Wertstrom

Der Wertstrom umfasst alle Prozesse, die notwendig sind, bis der Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung erhält. Die Betrachtung des gesamten Wertstromes mit allen zugehörigen Prozessen, um dann hier mit der Optimierung der Prozesse anzusetzen, ist ein Grundprinzip des Lean Management.

Wertstromanalyse

Die Wertstromanalyse ist eine Methode, mit deren Hilfe der Wertstrom bei der Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung mit allen Einzelschritten systematisch dokumentiert wird. So kann man die Prozesse in ihrer Komplexität transparent machen und wirkungsvolle Ansätze für eine Optimierung finden.

XYZ-Analyse

Mit Hilfe der XYZ-Analyse wird die Regelmäßigkeit bzw. die saisonale Verteilung von Aufträgen, Geschäftsvorfällen etc. ermittelt. Die XYZ-Analyse ergänzt die ABC-Analyse.

Zeit

Durchlaufzeit, Verarbeitungszeit, Prozess-, Liege- oder Rückfragezeit sind wichtige Parameter bei der Beurteilung von Prozessen und wichtige Ansatzpunkte für Optimierungsmaßnahmen.

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